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Askania Nova

1828 erwarb Ferdinand Friedrich, Herzog von Anhalt-Köthen, vom Zaren Nikolaus I. mehr als 50.000 Hektar Steppenland. 1828 machten sich 25 deutsche Auswanderer mit etwa 3.000 Schafen auf dem Landweg nach Südrussland auf, in das nach den Askaniern benannte neue Land nördlich der Krim. Doch die Schafzucht brachte nicht den erwünschten Gewinn. 1856 kaufte der in der Region ansässige Deutsche Friedrich Fein das Land samt Vieh an. Schaf- und Pferdezucht entwickelten sich gut. Friedrich Falz-Fein, der Enkel, errichtete neben dem Nutzbetrieb ein „Tierparadies“ sowie einen Landschaftspark und unternahm Kreuzungsversuche von Wild- und Haustieren (z.B. das Zebroid). Ebenso siedelte er das Przewalski-Wildpferd wieder an. Sein Sohn Woldemar von Falz-Fein schrieb die Familiengeschichte in den 1930er Jahren auf. Die Nachfahren der Gründer von Askania Nova, der Erbprinz Eduard von Anhalt und der Baron Eduard von Falz-Fein fördern bis heute die Erhaltung des Reservats.

Askania Nova war in den 1920er Jahren berühmt für die Entwicklung der künstlichen Befruchtung bei Schafen. Alle Schafe der sowjetischen Tierzuchtanstalt stammten von den Auswandererschafen ab.

 

Panorama der Kolonie Askania Nova