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Landwirtschaft im Schwarzmeerbogen

Neben der fruchtbaren Schwarzerde waren das landwirtschaftlichtechnische Know-How und die fortlaufend entwickelten Anbaumethoden ausschlaggebend für das Prosperieren der deutschen Gemeinden. Die Drei-Felder-Wirtschaft, sowie die dem Klima angepasste Pferde- und Milchviehzucht, neue Dreschmethoden, der Einsatz von Pferden statt Ochsen als Zugtiere, die Entwicklung von neuen Landmaschinen wie leichten Einpflug-, Zweipflug- und Dreipflugscharen sowie eine konsequente Schädlingsbekämpfung ermöglichten Getreideanbau, Viehzucht und Weinanbau. Getreide- und Ölmühlen sowie Dachziegelfabriken entstanden.

In Bessarabien und am Fuße des Kleinen Kaukasus etablierten deutsche Kolonisten den Weinbau. Neben dem Import von Rebstöcken bemühten sie sich intensiv um einheimische Rebsorten (z.B. Tauris), da die Qualität des Weines wesentlich von der klimatischen Anpassung der Reben abhing. Wein- und Spirituosenhändler wie Christopher Vohrer oder Christian Hummel bauten verschiedene Rebsorten an. Den kaukasischen Wein verkauften sie bis nach St. Petersburg, nach Moskau und in das ferne sibirische Tomsk, wo er starken Absatz fand.

 

Weinbergarbeiter im Kaukasus
Weinkeller im Kaukasus
Weinetikett Firma Vohrer