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Land- und Viehwirtschaft

Die Ansiedlungspatente verschafften den deutschen Kolonisten günstige Startbedingungen in einer schwierigen naturräumlichen Umgebung. Von der Leibeigenschaft weitgehend befreit, gingen die Kolonisten an die Kultivierung des Landes. Nachdem die Sümpfe im Banat und in der „Schwäbischen Türkei“ im heutigen südwestlichen Ungarn trockengelegt, das Hochwasser an Donau und Theiß eingedämmt und im ungarischen Mittelgebirge durch Rodung Land gewonnen war, erfuhr die Land- und Viehwirtschaft einen enormen Aufschwung. Die exzellente Bodenqualität und die Bewirtschaftung durch Fruchtwechsel waren die Voraussetzungen für die hohen Erträge. Dabei verstanden es die Siedler, die klimatischen und naturräumlichen Bedingungen optimal zu nutzen. Auf der dunklen Humuserde wurde vor allem Weizen angebaut. Neben dem „Banater Gold“ bildeten darüber hinaus der Mais- und Hanfanbau die Schwerpunkte der Landwirtschaft. Mit neuen technischen Entwicklungsschüben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnten die Bauern ihre Erträge weiter steigern und ihre Produkte nun überregional exportieren. Bis zum Zweiten Weltkrieg warfen die verschiedenen Zweige der Landwirtschaft hohe Profite ab.