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Bäderkultur

Karlsbad, Marienbad und Franzensbad gehören zu den berühmtesten Kurorten der Welt. Die Heilwirkung der Thermalquellen war schon im Mittelalter bekannt. 1370 erhob der böhmische König und römisch-deutsche Kaiser Karl IV. das nach ihm benannte Karlsbad zur Königsstadt. Seitdem kamen Besucher von weit her, um Linderung ihrer Leiden zu suchen. Sie nutzten die heißen Quellen zunächst für Bäder, ab dem 16. Jahrhundert auch für Trinkkuren.

Marienbads Quellen waren den Mönchen des nahen Klosters Tepl seit Jahrhunderten bekannt. Die Gründung des Badeortes erfolgte jedoch erst 1813. Franzensbad wurde 1793 während der Herrschaft Franz’ II. als Kurort gegründet und nach ihm benannt. Schon seit dem 17. Jahrhundert hatte die nahegelegene Stadt Eger das Wasser der dort entspringenden Quelle verkauft.

Mit dem Anschluss an die Eisenbahn 1870 nahm der Badebetrieb einen enormen Aufschwung. Karlsbad und Marienbad wurden mit großstädtisch anmutenden Prachtbauten zu mondänen Treffpunkten der europäischen High Society, während Franzensbad beschaulich blieb. Europas Herrscher trafen sich in den Kurorten zu informellen Gesprächen und offiziellen Konferenzen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbreitete sich das Kuren auch bei Angehörigen des Bürgertums.